SC Melk - SC Herzogenburg 7:2 (5:1)

U 23: 5:0 (2:0) siehe unten angeführter Beitrag

KM: Dietl; Mühlbacher (46. Fürst), Soucek, Lacic, Ersoy; Hartl, Latta (78. Fitz), Brcak, Hoppi; Steinwendtner, Dag (70. Akdemir)

Spielbericht - wie gewohnt - unter weiter zum ganzen Eintrag


Es wird Nacht über Melk. Die Menschen ziehen sich in ihre Häuser zurück und verschließen Türen und Fenster. Einzig unser „Scheunentor dürfte heute versehentlich offen gelassen worden sein“, anders ist die Gala-Vorstellung der Heimischen nicht zu erklären. Vorhang auf!

4. Minute: Eine Flanke von der linken Seite wird zur Vorlage für den Stürmer im Zentrum, welcher das Leder volley und aus kurzer Distanz über die Querlatte drischt.

11. Minute: Die Gastgeber schlagen einen Freistoß in unseren Strafraum. Dort verfehlt ein Melker das Leder – ebenso wie sein Mannschaftskollege beim „zweiten Ball“ – um die berühmten Zentimeter.

13. Minute: Wiederum ein „ruhender Ball“. Nun jedoch aus gefährlicherer Position. Aus rund 20 Metern jagt der Schütze das Runde aufs Eckige. Reinhard Dietl reagiert blitzschnell und lenkt das Flug-Objekt über die Toroutlinie.

15. Minute: Ein missglückter Abschlag eröffnet die „Melker Festspiele“. Mit wenigen schnellen Schritten entledigt sich der Flügelflitzer seiner Bewacher, ehe er den Stanglpass spielt. Sein Sturm-Partner bedankt sich für die mustergültige Vorlage mit dem 1:0.

19. Minute: Der ballführende Hausherr antizipiert den freien Raum zwischen unserem Außen- und Innenverteidiger. Perfekt getimt schickt er seinen Kollegen, der in unserer Box noch einen eleganten Haken schlägt, um sich danach zum zweiten Mal in die Torschützenliste einzutragen. Neuer Spielstand: 2:0.

24. Minute:. Mit einem hohen „50-Meter-Pass“ hebelt ein Wachauer sowohl unsere Mittelfeld- als auch Verteidigungsreihe aus. Allein vor Reinhard Dietl zeigt sich der zweifache Torschütze uneigennützig und legt auf seinen mitgesprinteten Kameraden quer. Dieser vollendet zum 3:0.

35. Minute: Das 3:1 resultiert aus einem kapitalen „Bock“ des Melker Keepers. Er schlägt das Leder mit seiner Faust genau zu Hakan Ersoy, der das Runde mit einem gefühlvollen Heber im Eckigen versenkt.

38. Minute: Nach Stanglpass gelingt einem Melker Offensiv-Mann das „Kunststück“, den Ball aus kürzester Distanz nicht im Tor unterzubringen. Rächen sollte sich dieser Fauxpas heute allerdings nicht.

39. Minute: Das Produkt eines Corners der Gastgeber stellt die „innige Umarmung“ des Leders mit dem Lattenkreuz dar.

40. Minute: Das Duo Ersoy-Dag zeichnet sich für die Vorarbeit der nächsten Einschussmöglichkeit verantwortlich. Melks Goalie verkürzt beim Abschluss von Raffael Hartl den Winkel und verhindert so den Anschlusstreffer unserer Farben.

41. Minute: Ein Gegner wird nicht attackiert. So kann er seelenruhig von der Sechzehner-Grenze abziehen. Das Geschoss klatscht ans Gebälk, ehe es sich seinen Weg auf Reinhard Dietls Kopf bahnt, von wo es zum 4:1 über die Torlinie kullert.

43. Minute: Corner Melk. Einstudierte Variante. Ball flach in den Rückraum. Abschluss. Und wenige Sekunden später verkündet der Stadionsprecher den Torschützen sowie den neuen Spielstand von 5:1.

Halbzeitstand: 5:1. Wenigstens die Schnitzelsemmel schmeckt.

49. Minute: Marco Hoppi stellt seine Schnelligkeit unter Beweis. Seine Flanke verfehlt Güven Dag knapp. Für unseren Stürmer springt Hakan Ersoy in die Bresche. Unsere Nummer 6 setzt den Schuss um den Tick zu hoch an. So kracht das Leder an die waagrechte Verstrebung des Gehäuses.

55. Minute: Ein rüdes Einsteigen gegen Denis Lacic auf Höhe des Mittelkreises hätte eigentlich einen Foulpfiff nach sich ziehen müssen. Eigentlich. Aber so nutzen die Melker die kurze Unachtsamkeit unserer Hintermannschaft und kommen mit ihrem „bewährten Rezept“ – bestehend aus einem Antritt über die Seite samt verwertetem Zuspiel ins Zentrum – zum 6:1.

78. Minute: Das 6:2. Bilal Akdemir mit dem gefühlvollen Lochpass auf den – eben erst eingewechselten – Sebastian Fitz, welcher die Kugel am herausstürmenden Goalie vorbei über die Torlinie befördert.

81. Minute: Den Schlusspunkt zum 7:2 setzen die Heimischen, welche die freien Räume im Zentrum nutzen und über 3 Stationen in unseren Strafraum eindringen, ehe Reinhard Dietl zum wiederholten Male hinter sich greifen muss.

Manuels Fazit: ist heute sprachlos und lässt sich deshalb entschuldigen.




von Manuel Figl, 06.10.2017